Marib, Shabwah & Wüste

Baraqisch

Vor 2600 Jahren war Baraqisch – das antike Yathill – eine der wichtigsten Städte des Reiches von Ma’in. Ihre Lage an der wichtigen Weihrauchstraße und der Bau aufwändiger Bewässerungssysteme in der Umgebung brachte ihr Reichtum, der geschützt werden musste: Eine massive Stadtmauer umzieht noch heute eindrucksvoll den Ruinenhügel. Teile dieser bis zu 14 Metern hohen Umfasungsmauer sind durch Ausgrabungen italienischer Archäologen freigelegt worden, ebenso wie ein Tempel, der im Verlauf seiner rund fünf Jahrhunderte währenden Nutzung mehrfach umgebaut worden war.

Marib

Marib ist bei weitem die berühmteste der antiken Stätten im Jemen: Die Anfänge der Hauptstadt des legendären Reichs von Saba reichen zurück bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. Bereits damals begann man, die aus den Bergen abfließenden Regenfluten durch ein ausgeklügeltes Dammsystem in die Oase Marib zu lenken und so riesige Ackerflächen zu bewässern. Reste des imposanten Bauwerks können ebenso besichtigt werden, wie die beiden von den Archäologen frei gelegten Tempel. Aktuelle Forschungen konzentrieren sich auf den Ruinen der Stadt, wo sich möglicherweise einst der Palast der in Bibel und Koran erwähnten Königin von Saba befand.

Shabwah (Wüstenfahrt)

Rund 200 km östlich von Marib, jenseits riesiger Dünenfelder, liegen die Ruinen eines weiteren antiken Ortes: Schabwa war die Hauptstadt des Hadramaut, das mit dem Reich von Saba um die Vorherrschaft in der Region wetteiferte. Heute läßt sich kaum mehr nachvollziehen, dass diese in einer kargen Einöde liegende Siedlung einst von grünen Feldern umgeben war. Ein wichtiger Faktor bei der Standortwahl waren sicher auch die nahe gelegenen Salzminen gewesen.




ATG-Jeeps in der Wueste




Berg in Shabwah




Tempel in Shabwah




Wüstenhäuser