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Seiyun, Tarim & Shibam

Seyun

Seyun ist eine der wichtigsten Verwaltungsstädte im Wadi Hadramaut. Wie fast alle Orte in der Taloase umgeben weite Palmenhaine und bewässerte Felder die Stadt. Rötlich schimmernde Felswände ragen fast senkrecht beiderseits des Wadis auf. Ein Rundgang durch die Altstadt und den Souq von Seyun vermittelt einen Eindruck von den Veränderungen, die diese abgeschiedenen Region in den letzten 20 Jahren erlebte. Geschichte und Tradition der Region werden im kleinen Museum des ehemaligen Sultanspalasts von Seyun veranschaulicht. Vom Dach des majestätisch aufragenden Palastes hat man einen wunderbaren Blick über das Zentrum der aufstrebenden Provinzstadt.

Tarim

Tarim liegt im sich allmählich verengenden östlichen Teil des Wadi Hadramaut. Die Stadt gilt seit Jahrhunderten als Zentrum islamischer Gelehrsamkeit, aber auch ihre alten Handelsfamilien ihr überregionale Bedeutung. Jahrhundertelang zog es die Bewohner des Hadramaut nach Indien, Südostasien und in afrikanische Handelsstädte, um dort ihre Geschäfte zu betreiebn. Viele kehrten im Alter zurück in ihre Heimat – und brachten  Reichtümer und Familien aus der Fremde mit. Viele der reichen Handelsdynastien haben ihren Hauptsitz in einem der zahlreichen Paläste von Tarim, deren Bauweise eine bunte Mischung verschiedenster Stilelemente zeigt. Wahrzeichen des Ortes ist jedoch das 60 m hohe Minarett der Al-Mihdhar-Moschee, wie alle Bauten des Hadramaut aus luftgetrockneten Lehmziegeln errichtet.

Shibam

Chicago der Wüste nannten die ersten Europäer diesen faszinierenden Ort. Bis zu acht Stockwerke hoch ragen die eng nebeneinander gebauten Lehmhäuser in dem von einer Mauer umzogenen Städtchen auf. Schmale, schattige Gassen schlängeln sich durch den Ort, dessen älteste Häuser ein Alter von bis zu 500 Jahren haben. Shibam wurde wahrscheinlich im 2. Jh. n. Chr. gegründet und soll schon damals im wesentlichen so ausgesehen haben wie heute. Shibam gehört ebenso wie die Alstadt von Sanaa kulturellen Erbe der Menschheit.

Wadi Dowan

Am nördlichen Eingang des Wadi Dowan künden die spärlichen Überreste der antiken Siedlung Raybun (Funde und Rekonstruktionszeichnungen im Museumin Seyun) von der antiken Besiedlung dieses Seitentals des großen Wadi Hadramaut. 
Berühmt für seine malerische Landschaft und kühne Architektur ist vor allem der südliche Teil des Tals. Ab Hadjarain verengt sich das Wadi und es folgen teilweise dicht mit Palmen bestandene Oasen. Die palastartigen Häuser vieler Dörfer weisen auf einen überraschenden Wohlstand hin – wie bereits in der Antike zieht es viele Menschen dieser Region als Händler ins Ausland. Im Jemen selbst ist das Wadi Dowan vor allem berühmt für den ausgezeichneten Honig, den seine Wanderimker produzieren. 
Hadjarain liegt auf einem Bergrücken über dem von großen Flusskieseln gefüllten Wadi und den nur periodisch überfluteten Feldern. 
In Sif (25 km von Hadjarain, ca. 45 Min. Fahrt auf ungeteerter Strecke) setzen ein paar bunt bemalte Häuser farbenfrohe Akzente.  
Buddah (23 km von Sif, ca. 40 Min. Fahrt) ist das Marktzentrum des inneren Wadi Dowan.  Hier zweigt eine Piste nach Westen ab, die über einen Teil des Djol-Plateuas in das nur selten von Touristen besuchte Wadi Hajr führt. Nicht immer ist diese Fahrt möglich, da nach den saisonalen Regegnfällen die Piste mehrere Tage überschwemmt sein kann. Von Buddah steigt jedoch auch eine weitere Piste in östlicher Richtung hinauf zum Djol und führt weiter zur großen Hauptverbindungsstraße zwischen dem Wadi Hadramaut und Mukalla. Bei der Auffahrt aus dem Wadi bieten sich spektakuläre Blicke ins Wadi hinunter.

 




Wadi Dowan




Seiyun




Shibam




Shibam




Tarim




Palast in Tarim




Eine Hadrami-Tür




Wadi Dowan




Friedhof in Tarim